250 Blechbläser erinnern die Grafschaft an die Reformation

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Mehr als 900 Besucher erlebten die  insgesamt 250 Blechbläser aus der  Grafschaft Bentheim unter der  Leitung von Landesposaunenwartin Helga Hoogland eine die Herzen berührende Abendmusik.

Mit von der Partie war der “Posaunenchornachwuchs“, die Teilnehmer der Jungbläsertage 2017.

Unter dem Motto „ Du siehst mich“ und  „Anker in der Zeit“  hatten sich die Teilnehmer seit dem Frühjahr zu den Proben  mit Helga Hoogland getroffen und ein vielseitiges Programm vorbereitet, das thematisch auf die durch Luther eingeleitete Entstehung der  evangelischen Kirche vor 500 Jahren abgestimmt war. Dabei ließen die musikalische Leistung sowie die außerordentlich gute Akustik der modernen alt-reformierten Kirche in Emlichheim  zusammen mit dem leidenschaftlichen Gemeindegesang  die Reformationsmusik zu einem wahren Klangerlebnis werden.

Nach der  Eingangsmusik zu  „Nun bitten wir den Heiligen Geist“  und den Begrüßungsworten von Ältestenprediger G. Schüürhuis war die Gemeinde zum Singen der alten und neuen reformatorischen Lieder eingeladen.  Zum einen förderten tonmalerische Choralfantasien wie zu „ Ein feste Burg ist unser Gott“ oder „ Wir strecken uns nach dir“ die  Vorfreude zum Singen. Aber  auch  die ganz neuen einzuübenden Lieder wie „ Du siehst mich“ und „ Gott hat dir längst einen Engel gesandt“  meisterten die Besucher durch die vorherige Anleitung von  Helga Hoogland zusammen mit den  Musikern, so dass eine fruchtbare Verbindung zwischen Musizierenden und Singenden entstand.

Überhaupt zeichnete sich der Abend durch vielseitige Wechsel in den Besetzungen wie auch der Stile ab. So gab es auch mal Fetziges mit „Zachäus“, oder zudem räumliche Wechsel, da die Posaunenchorjugend mit den Jüngsten aus dem großen Rund der alt-reformierten Kirche  alleine aber auch mit der großen Gruppe Stücke wie „ Viele kleine Leute“ oder „Wo ein Mensch Vertrauen gibt“ musizierten. Dabei  nahm sich die Landesposaunenwartin ihre jüngst ausgebildeten Chorleiter Sandro Rakers aus Hoogstede, Lena Jonker aus Georgsdorf, wie Meret Manderfeld aus Isterberg als erforderliche Co-Dirigenten dazu – immerhin war dabei eine räumliche  Distanz von über 30 Metern zu bewältigen.

Zwischen der Musik gab es immer wieder geistliche Impulse durch Ältestenprediger G. Schüürhuis, mal ernst mal heiter.

So schnappte er sich auch eine der Co-Dirigenten und fragte nach der Motivation, nicht nur im Posaunenchor mitzuspielen , sondern schon mit 16 Jahren als Chorleiterin Verantwortung zu übernehmen. Oder der 10-jährige Jona aus Schüttorf als einer der  jüngsten Blechbläser hörte,  huckepack getragen vom Prediger Schüürhuis, einiges über Luther und wie wichtig die Sache mit der Bildung ist.

Zum Schluss der gemeinsamen Kirchenhymne „Komm Herr, segne uns“ gab es  sehr  großen Beifall durch die Besucher.

Die Kollekte am Ausgang waren für die Hospitzhilfe Grafschaft Bentheim e.V.  bestimmt.  Es kamen 3.324,98 € und 10 Kronen zusammen.

Ein herzliches Dankeschön!

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